Wolfgang Zeilnhofer-RathWolfgang Zeilnhofer
(Partei mut)

 

 

 

 

Werkswohnungsbau realistisch angehen

15. März 2019

Dr. Michael Mattar (FDP), Fraktionsvorsitzender: „Nachdem am 13.03.2019 der Oberbürgermeister und die Verwaltung in ihrer Antwort auf unsere Anfrage vom 06.12.2018 „Was bringt der Werkswohnungsbau?“ klar gestellt hat, dass der Werkswohnungsbau „auf den privaten Flächen der Unternehmen erfolgen soll“, bedarf es nun aus unserer Sicht einer Initiative wie diese Flächen mobilisiert werden können (https://ru.muenchen.de/2019/50/Was-bringt-der-Werkswohnungsbau-83451). Soll es beim Werkswohnungsbau nicht beim allgemeinen Appell bleiben, braucht es eine gezielte Beratung vor allem der mittelständischen Unternehmen. Es muss davon ausgegangen werden, dass die wohl überwiegende Anzahl von Grundstücken der Unternehmen in Gewerbegebieten liegen und sich nicht für den Wohnungsbau eignen, höchstens für eine Hausmeisterwohnung, die aber keine Entlastung böte. Zum anderen muss man annehmen, dass Unternehmen keine größeren Flächen in Wohngebieten vorhalten. Dadurch verbleiben vor allem Grundstücke von Unternehmen in Kern- und Mischgebieten, die eine untergeordnete Wohnbebauung zulassen könnten. Hierzu ist es allerdings dringend erforderlich, die Unternehmen bei dieser komplexen und häufig schwierigen Situation sachkundig zu beraten und Möglichkeiten aufzuzeigen, inwieweit durch die neue Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ zusätzliches Potential für Wohnungsbau geschaffen werden könnte.
Insgesamt muss man feststellen, dass die Initiative des Oberbürgermeisters nur einen sehr überschaubaren Erfolg haben kann. Zusätzliche Flächen für den Wohnungsbau zu finden, wird weiterhin Aufgabe des Planungsreferats und des Stadtrats sein. Werkswohnungsbau ist zwar eine gute Idee, kann aber für die angespannte Wohnungssituation in München nur einen sehr kleinen Beitrag leisten."

Deshalb stellt die FDP-HUT Stadtratsfraktion folgenden Antrag:

Die Verwaltung der Landeshauptstadt München richtet - möglichst gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer - eine Beratungsstelle für den Werkswohnungsbau ein. Hierbei soll gezielt die Lokalbaukommission insbesondere in Kern- und Mischgebieten über die Zulässigkeit von Wohnungsbau für Unternehmen informieren und individuell beraten.
Außerdem soll das Planungsreferat Möglichkeiten der Umwandlung von Gewerbegebieten sowie von Misch-und Kerngebieten in Gebietskategorien mit höherem Wohnnutzungsanteil in der Beratung von Unternehmen aufzeigen.

 

 

Pressekontakt:
Fraktion FDP - HUT
Dr. Michael Mattar
Vorsitzender der Fraktion, Mobil: 0172/2607931

fdphut@muenchen.de
https://www.fdp-hut-fraktion-muenchen.de

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