Defizite der MVV-Tarifreform korrigieren

10. Juli 2018

Dr. Michael Mattar (FDP), Vorsitzender der Fraktion FDP-HUT: „Wir begrüßen, die von uns schon lange geforderte Schaffung einer M-Zone für ganz München und die direkt angrenzenden Stationen im Umland. Dieser Teil der Reform bringt Vereinfachung und erhöht dadurch die Attraktivität. Unübersichtlich für spontane Nutzer bleiben allerdings die Bedingungen der Kurzstrecke, die die Anzahl der Stationen weiterhin differenziert nach Bus/Tram und U-/S-Bahn. Hier wäre eine einheitliche Regelung von drei Stationen hilfreich.
Aber in einem wesentlichen Punkt versagt die MVV-Tarifreform komplett: nämlich bei dem Angebot, den Verkehr in den stark belasteten Morgenstunden zu entzerren. Bislang war es attraktiv die IsarCard9Uhr zu wählen. Der Rabatt lag für alle, die darauf verzichteten zwischen 6 Uhr und 9 Uhr zu fahren und die weniger belasteten Zeiten zu nutzen, bei 19,50 Euro (ca. 25%). Dies ändert sich jetzt radikal: die Differenz zwischen der Monatskarte ohne zeitliche Begrenzung in der M-Zone (4-Ringe/Innenraum) und der IsarCard9Uhr liegt nunmehr bei 4 Euro (nur 6,7%). Wer soll dann noch die 9Uhr-Monatskarte in Zukunft wählen? Wir brauchen in München dringend eine Entzerrung der überlasteten Morgenstunden. Dies kann nur mit attraktiven Angeboten gelingen. Wie wäre es mit einer kostenlosen Nutzung des MVV zwischen 5 Uhr und 6 Uhr? Der Preis für die IsarCard9Uhr muss in jedem Fall dringend gesenkt werden. Hierdurch würde sich sogar eine separate Seniorenkarte erübrigen.“

 

Pressekontakt:
Fraktion FDP - HUT, Dr. Michael Mattar
Vorsitzender der Fraktion, Mobil: 0172/2607931

fdphut@muenchen.de
https://www.fdp-hut-fraktion-muenchen.de

zurück

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

×ausblenden