Belastbarkeit der Trambahnbrücke über die Schenkendorfstraße

23. März 2018

Dr. Michael Mattar (FDP), Fraktionsvorsitzender: „Die Straßenbahn zur Parkstadt Schwabing wird heute bereits gut genutzt. Mit der Fortführung in das Neubaugebiet Bayernkaserne ist zu erwarten, dass der Takt der Trambahnen verdichtet wird, da die Auslastung steigen wird und längere Trambahnen eingesetzt werden müssen. Nun hört man, dass die Tragfähigkeit der Straßenbahnbrücke über die Schenkendorfstraße ein Engpass sei. Zudem ergaben sich in diesem Winter zusätzliche Probleme für Rollstuhlfahrer, die die Trambahn 23 nutzen und die vorhandenen Einstiegshilfen benötigen."

Auf der Linie 23 kommt der Trambahntyp R zum Einsatz, der mit einem Hublift ausgestattet ist, aber nicht über zusätzliche Klapprampen verfügt. Aufgrund von Streusalz und Split sind diese Hublifte anfällig für Störungen. Auf der kurzen Strecke der Linie 23 kommen pro Tag nur wenige Züge zum Einsatz, so dass drei schadhafte Hublifte auf der Linie 23 einem Totalausfall der Trambahn für die Rollstuhlfahrer für den Rest des Tages gleichkommen.

Deshalb stellt die FDP-HUT Stadtratsfraktion folgende Anfrage:

  1. Mit wieviel Tonnen darf die Trambahnbrücke über die Schenkdorfstraße von einer Trambahn befahren werden?
  2. Ist die Brücke zugelassen für die Überfahrt von zwei vollbesetzten Trambahnen und gleichzeitig eines Rettungsfahrzeuges?
  3. Trifft es zu, dass ein Teil der in München eingesetzten Trambahnen aufgrund des Gewichts nicht über die Trambahnbrücke fahren darf?
  4. Auf der derzeit recht kurzen Linie 23 sind pro Tag nur wenige Züge im Einsatz. Ist bekannt, dass aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers der Ausfall von drei störungsanfälligen Hubliften einem Komplettausfall der Linie 23 gleichkommt?
  5. Ist geplant, die Brücke entsprechend nachzurüsten, so dass die gesamte Trambahnflotte auch auf der Linie 23 eingesetzt werden kann? Wenn ja, wann?
  6. Sofern eine Brückennachrüstung nicht geplant ist: Ist geplant, die zu schweren Trambahnen aus dem Portfolio zu nehmen und durch Züge zu ersetzen, die im gesamten Liniennetz eingesetzt werden können?
  7. Wie wirken sich mögliche Verlängerungen der Linie 23 zur Bayernkaserne und Anschluss an das übrige Trambahnnetz bzgl. der Brückennutzung aus?
  8. Trifft es zu, dass jeder neuere Zug an Gewicht zulegt? Wie ist dies auf Dauer mit der Nutzung der Trambahnbrücke vereinbar? Müssen langfristig die „Oldies“ auf der Linie 23 eingesetzt werden, weil neuere Modelle für die Brücke keine Zulassung erhalten?
  9. Gibt es im Stadtgebiet weitere Bauwerke oder anderweitige Gegebenheiten, die den Einsatz bestimmter Trambahntypen auf der entsprechenden Linie ausschließen?

 

Pressekontakt:
Fraktion FDP - HUT
Dr. Michael Mattar
Vorsitzender der Fraktion, Mobil: 0172/2607931

fdphut@muenchen.de
https://www.fdp-hut-fraktion-muenchen.de

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