Schutz und Erhalt der Maximiliansanlagen mit Maximilianswerk („Maxwerk“)

21. Februar 2017

PRESSESERVICE DER FRAKTION FÜR FREIHEITSRECHTE, TRANPARENZ UND BÜRGERBETEILIGUNG (FDP, HUT, PIRATEN)

Dr. Wolfgang Heubisch (FDP), Stadtrat, Mitglied im Kulturausschuss: „Das Maximilianswerk ist Münchens ältestes noch im Betrieb befindliche Wasserkraftwerk seit 1895. Der neobarocke Bau des Architekten Carl Hocheders fügt sich in hervorragender Weise in seine Umgebung, den unter Landschaftsschutz stehenden Maximiliansanlagen in den Isarauen, ein. Bei dem zwischen 1856 und 1861 nach Plänen von Effner geschaffenen Maximiliansanlagen handelt es sich um ein Gartendenkmal. Dieses schließt insbesondere das denkmalgeschützte Maximilianswerk in Umgebung der unter Landschaftsschutz stehenden Isarauen ein.
Die bisherigen Planungen einer größeren gastronomischen Nutzung des gesamten Gebäudes Maxwerk einschließlich Dachterrasse und Biergarten stehen im Widerspruch zum historisch gewachsenen Charakter mit einzigartiger Kulturlandschaft an der Isar zwischen Maximilianeum und Friedensengel und widersprechen der Rahmenplanung "Innerstädtischer Isarraum" (SV 14-20 / V 02161), die unter Punkt 4.6 für den besagten Bereich „die Idee für ein kleines Café“ anführt.

Jenseits dieses Isarabschnitts bestehen zudem auf der westlichen Seite der Isar auf der "Praterinsel" sowie im südlichen Bereich neben dem „Muffatwerk“ auf der "Museumsinsel Deutsches Museum" mehrere Gastronomien.
Der einzige, verbleibende Abschnitt für Ruhe und Erholung stellt der Bereich zwischen Maximilianeum und Friedensengel dar. Bisher ist der Park zwischen Landtag und Friedensengel nur für Fußgänger und Radler zugänglich. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zuzumuten, dass hier künftig der Zulieferverkehr für eine größere Gastronomie laufen soll.“

Deshalb stellt die Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung folgenden
Antrag:

Die Planungen für das Maxwerk sind auf eine vorsichtige Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudebestands zu richten.
Im Erdgeschoss soll eine Art „Kioskbetrieb“ mit Sitzgelegenheiten errichtet werden. Vorbilder hierzu sind die Nachhaltigkeit bedachten Kioskbetriebe wie „Fräulein Grüneis – der Kiosk am Eisbach“, Lerchenfeldstraße 1a, 80538 München (http://www.fraeulein-grueneis.de/) sowie der „Kiosk Margot Schunk“ am Seeeinlauf im Englischen Garten.
Für die restlichen Räumlichkeiten ist ein maßvolles, geeignetes kulturelles Nutzungskonzept unter Beachtung des historischen Raumes zu entwickeln. Eine zukünftige weitere Nutzung des Industriedenkmals "Maxwerk" muss einer Gesamtplanung mit „Rundem Tisch“ unter Beteiligung der Bürger sowie der Schlösser- und Seenverwaltung zugeführt werden,

Das bisherige Vorhaben der Stadtwerke München GmbH, die Sanierung des Maximilianswerks an einen umfassenden Umbau zur Nutzung des „Maxwerks“ als gastronomische Einrichtung mit Restaurant- und Biergartenbetrieb zu koppeln, wird nicht weiter verfolgt.

Pressekontakt:
Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung im Münchner Stadtrat
Dr. Michael Mattar, Vorsitzender der Fraktion, Mobil: 0172/2607931
Dr. Wolfgang Heubisch, Stadtrat, Mobil: 0172/ 240 87 98

 

fdphutpiraten@muenchen.de

thomas.ranft@muenchen.piratenpartei.de

fdphutpiraten@muenchen.de

www.freiheitsrechte-transparenz-buergerbeteiligung.de

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