Handlungsweise der Stadt bei vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

24. Juni 2016

PRESSESERVICE DER FRAKTION FÜR FREIHEITSRECHTE, TRANPARENZ UND BÜRGERBETEILIGUNG (FDP, HUT, PIRATEN)

24.06.2016

 

Wolfgang Zeilnhofer (HUT), Stadtrat, Mitglied im Sozial- und Kinder- und Jugendhilfeausschuss: „Anfang des Jahres 2016 veröffentlichte Europol, dass mindestens 10.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Europa verschwunden seien. In München wurden im Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.01.2016 insgesamt 792 UMF als vermisst gemeldet. Der Bundesfachverband für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) weist darauf hin, dass hierbei nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Teil der Minderjährigen Opfer von Menschenhandel wird und in Ausbeutungssituationen gelandet ist. In München leben ca. 4300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF), die in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht wurden. Auf unsere Anfrage vom 16.02.2016 antwortete die Verwaltung, dass zwischen 01.01.2015 und 30.06.2016 250 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in München angekommen sind, als vermisst gemeldet wurden. Zwischen 01.07.2015 und 31.02.2016 waren es 542.“

Die Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung bittet den Oberbürgermeister um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Wer ist für die Erstattung der Anzeige verantwortlich (Stadtjugendamt, Freier Träger etc.) und in welchem Zeitraum hat die Meldung zu erfolgen? Gibt es hierzu eine einheitliche Regelung?
  2. Erhält der Träger der Jugendhilfe eine Rückmeldung, sobald bekannt wird, dass der umF an einem neuen Wohnort (außerhalb Münchens) gemeldet wurde?
  3. Sind der Verwaltung Fälle bekannt, in denen sich o.g. Jugendliche, die aus der jeweiligen Einrichtung verschwunden sind, trotzdem in München aufhalten?
  4. Hat die Verwaltung Kenntnis, ob sich o.g. Jugendliche, die aus anderen Gemeinden verschwunden sind, in München aufhalten und zeitweise der Prostitution nachgehen?
  5. Gibt es eine Strategie der Verwaltung oder kennt die Verwaltung Strategien anderer Kommunen, wie Jugendliche vor dem Verschwinden und möglicherweise vor einem Leben auf der Straße bewahrt werden können?


Pressekontakt:
Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung im Münchner Stadtrat
Wolfgang Zeilnhofer (HUT), mobil: 0178/71 71 866

fdphutpiraten@muenchen.de

www.freiheitsrechte-transparenz-buergerbeteiligung.de

zurück

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

×ausblenden