Rotterdamer Feinstaubfilter auch in München installieren

04. Februar 2016

PRESSESERVICE DER FRAKTION FÜR FREIHEITSRECHTE, TRANPARENZ UND BÜRGERBETEILIGUNG (FDP, HUT, PIRATEN) 19.01.2015

Dr. Michael Mattar (FDP), Fraktionsvorsitzender: „Zwar stellen die Feinstaubwerte in München nicht mehr das Hauptproblem der Umweltbelastung dar, trotzdem wären Reduzierungen im Interesse der Münchner Bevölkerung wünschenswert. Außerdem ist es vorstellbar, dass der Rotterdamer Feinstaubfilter auch Auswirkungen auf die Stickoxidbelastung haben könnte. Nach aktuellen Diskussionen ist künftig mit einer Verschärfung, eventuell neuen Umweltplaketten und vielleicht auch Fahrverboten zu rechnen.
Deshalb müssen über innovative Ideen und über Alternativen zur Verbesserung der Luftqualität nachgedacht und diese auch umgesetzt werden.
Eine solche Alternative ist bereits in der Planung. Mit dem Smog Free Tower hat der niederländische Designer Daan Roosegaarde den größten Luftreiniger der Welt gebaut. Mit ihm will er in Rotterdam eine Oase sauberer Luft erschaffen. Aber nicht nur dort, bald soll der Turm auf Reisen gehen. Ganze sieben Meter misst die mit Blechlamellen überzogene Konstruktion von Daan Roosegaarde.
Die metallene Stele soll die Luft der Hafenstadt reinigen und damit eine 60 Meter umspannende smogfreie Blase erzeugen. Insgesamt soll der Smog Free Tower, der in Zusammenarbeit mit der Universität Delft entstand, 30.000 Kubikmeter Stadtluft pro Stunde säubern. Dafür wird diese am oberen Ende eingesaugt, der enthaltene Feinstaub über Kupferspulen elektrisch aufgeladen und von feinen Filtern gebunden. Während die Verschmutzung damit im Inneren des Turmes verbleibt, strömt die saubere Luft hingegen durch die breiten Seiten wieder hinaus. Den in Behältern gesammelten Schmutz will Roosegaarde jedoch nicht einfach entsorgen. Der Schmutz soll komprimiert und in kleine transparente Würfel gegossen werden.
Unter anderem soll der Smog Free Tower zeitweise in Peking, Paris, Mumbai, Los Angeles, Mexiko City und eventuell weiteren Metropolen aufgestellt werden. Nach und nach könnten dann auch fest installierte Türme folgen. Zehn seien in den nächsten Jahren möglich, sagt Roosegaarde. (vgl. www.wired.de/collection/latest/der-smog-free-tower-rotterdam-ist-der-grosste-luftreiniger-der-welt) Die Landeshauptstadt München sollte ein weiterer Standort für den Smog Free Tower werden.“

Deshalb stellt unsere Fraktion folgenden Antrag:
Die Landeshauptstadt München nimmt mit der Stadt Rotterdam und dem Designer des Rotterdamer Feinstaubfilters Kontakt auf. München soll zum Aufstellungsort des Rotterdamer Feinstaubfilters werden. Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Standorte für die Installierung dem Stadtrat vorzuschlagen. Hierbei soll insbesondere im Bereich des stark belasteten Mittleren Rings und möglichst an der Tunnel Ein- / Ausfahrt an der Landshuter Allee die Installierung erfolgen. Hierbei kann dann sehr gut gemessen werden, welche Auswirkungen der Feinstaubfilter auf die Umweltwerte Münchens hat.
 

Pressekontakt:
Fraktion für Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung im Münchner Stadtrat
Dr. Michael Mattar
Vorsitzender der Fraktion, Mobil: 0172/2607931
fdphutpiraten@muenchen.de
www.freiheitsrechte-transparenz-buergerbeteiligung.de

zurück

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

×ausblenden